Kollegen, die man nicht mag? So klappt die Zusammenarbeit!

Karrieretipps für Ihren Erfolg

Kollegen, die man nicht mag? So klappt die Zusammenarbeit!

Zusammenarbeit: So klappt's auch mit Kollegen, die man nicht mag
Mit Kollegen zusammenarbeiten zu müssen, die man nicht mag, macht nicht nur keinen Spaß und belastet das Betriebsklima, sondern kann auch Ihre psychische Gesundheit enorm belasten. Die Zusammenarbeit mit Kollegen, die man nicht mag, ist schwierig, kostet Nerven und ist unproduktiv. Nicht immer steckt jedoch ein objektiver Grund hinter dem Gefühl, den Kollegen nicht zu mögen. Dann haben Sie es in der Hand, etwas zu ändern! Und zwar zuallererst Ihre eigene Einstellung.

Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, mit denen manche Kollegen einem die Freude an der Arbeit vermiesen. Manchmal häufen sich diese Kleinigkeiten aber so, dass man schon über einen Jobwechsel nachdenkt. Der Kollege – oder die Kollegin – scheint einem absichtlich das Arbeitsleben schwer machen zu wollen. Oder erscheint alles nur so schlimm, weil man den Typ einfach nicht ausstehen kann?

Der Karrieretipp von Karriere mit Vision: Akzeptanzresonanz-Theorie

Kennen Sie die Akzeptanzresonanz-Theorie? Laut dieser Theorie ist Sympathie eine Art selbsterfüllende Prophezeiung, deren Teufelskreis wir bewusst durchbrechen können. Laut Studien können wir uns unsympathische Personen sogar »sympathisch reden«: Wer laut ausspricht, dass er jemanden sympthisch findet, den er eigentlich nicht mag, wird den Betreffenden bald tatsächlich sympathischer finden. Doch ist das wirklich so einfach? Wird uns der unsympathische Kollege plötzlich sympathisch, nur weil wir uns das immer wieder laut vorsagen? Sicher nicht, doch machen Sie sich bewusst:

  • Niemand hat nur schlechte Seiten. Versuchen Sie, die guten Seiten Ihres nervenden Kollegen (oder der zickigen Kollegin) zu erkennen!
  • Nicht jedes Treffen mit dem ungeliebten Kollegen verläuft nur schlecht. Prägen Sie sich gute Momente und Begegnungen ein! Lassen Sie diese vor dem nächsten Kontakt Revue passieren.
  • Gehen Sie beim nächsten Treffen freundlich und positiv auf den Kollegen zu. Denn die selbsterfüllende Prophezeiung der Akzeptanzresonanz-Theorie besagt, dass derjenige, der Sympathiesignal aussendet, auch solche empfangen wird.
Karrieretipp 1: Analysieren Sie Ihre Gefühle dem Kollegen gegenüber!

Der Tipp, beim nächsten Kontakt mit dem betreffenden Kollegen einfach voreingenommen an die Sache heranzugehen und sich einzureden, ihn zu mögen, wäre zu banal und klappt ganz sicher nicht. Insbesondere dann nicht, wenn die Beziehung bisher stark belastet war. Im Gegenteil:

  • Machen Sie sich ganz konkret bewusst, wo Ihre Schwierigkeiten mit dem Kollegen liegen.
  • Horchen Sie in sich hinein! Was ist es, das Sie an dem gewissen Kollegen (oder der Kollegin) nicht ausstehen können?
  • Was macht er (sie), das Sie immer wieder auf die Palme bringt?
  • Gibt es einen sachlichen Grund für Ihre Abneigung?
  • Liegt es an der Persönlichkeit des Kollegen oder an seinem Verhalten?
  • Ärgert er Sie bewusst?
    Verhält er sich auch anderen gegenüber ähnlich unkollegial?
    Erinnert er Sie an jemanden?
  • Oder sind es vielleicht generelle Vorurteile, mit denen Sie sich selbst die Zusammenarbeit schwer machen?
Karrieretipp 2: Legen Sie sich eine Strategie für den Umgang mit dem Kollegen zurecht!

Überlegen Sie sich vor dem nächsten Aufeinandertreffen, wie Sie auf das Verhalten des Kollegen reagieren werden. So vermeiden Sie, spontan aus dem Bauch heraus zu kontern und die Situation noch schlimmer zu machen. Legen Sie sich eine Strategie zurecht, die Ihnen hilft, Ihre eigenen Gefühle zu beherrschen und rational statt emotional zu handeln. Diese Strategie kann auch beinhalten, dem Kollegen zu sagen, was Ihnen nicht passt: Setzen Sie Grenzen! Überschreitet der Kollege diese, sprechen Sie ihn offen darauf an! Sagen Sie ihm freundlich, dass Sie sich unwohl fühlen, und erklären Sie ihm, was genau Sie stört. Spielen Sie Ihre Strategie vorab geistig durch! Das gilt übrigens auch für Probleme mit dem Chef oder der Chefin.

Karrieretipp 3: Kontrollieren Sie Ihre Gefühle, wenn der Kollege Sie reizt!

Versuchen Sie, ruhig und sachlich zu bleiben, auch wenn der Kollege Sie schon wieder reizt. Nehmen Sie es nicht persönlich und erinnern Sie sich an Ihre Strategie! Im Zweifel gilt: Statt zurückzupoltern, atmen Sie tief durch, entschuldigen Sie sich – und lassen Sie den Miesepeter dann einfach stehen. So haben Sie sich beiden erst einmal Abstand und Luft verschafft. Damit vermeiden Sie, dass die Situation eskaliert.

Karrieretipp 4: Suchen Sie Distanz zu dem schwierigen Kollegen!

Hilft alles nichts, um mit dem schwierigen Kollegen klar zu kommen, sollten Sie so viel Distanz suchen wie im Arbeitsumfeld eben möglich ist. Das ist im Arbeitsalltag natürlich nicht ganz so einfach: Hier kann man sich leider nicht immer aus dem Weg gehen. Minimieren Sie die Aufeinandertreffen und legen Sie die Dauer für unumgängliche Termine fest: Sagen Sie zum Beispiel, dass Sie nur eine viertel Stunde Zeit haben.

Karrieretipp 5: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Chef!

Ein Gespräch mit Ihrem Chef kann ebenfalls dafür sorgen, die Kontaktpunkte weiter zu reduzieren: Vielleicht ist eine Versetzung möglich oder man achtet bei der nächsten Projektplanung auf eine passendere Team-Zusammensetzung. Schließlich wird dem Vorgesetzten auch daran gelegen sein, eine harmonierende, produktive Mannschaft hinter sich zu haben, die ohne Reibungsverluste zusammenarbeitet.

Autor: Nicole Marschall

Fotocredits

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